Abagovomab: Fragen & Antworten

WAS IST DIE MIMOSA-STUDIE?
Es handelt sich um eine aufwändige multinationale Studie, die in den nächsten 9 Jahren mit 900 Patientinnen mit Ovarialkarzinom, die positiv auf die Erstbehandlung (Operation + Chemotherapie) angesprochen haben, durchgeführt wird, um die Wirksamkeit und Sicherheit der Impfung mit Abagovomab für die Verhinderung oder Verzögerung von Rückfällen der Krankheit zu überprüfen.

WAS IST ABAGOVOMAB?
Abagovomab ist ein Antikörper, der als therapeutischer Impfstoff vorbeugend gegen ein Wiederauftreten eines Ovarialkarzinoms anzuwenden ist.

WIE FUNKTIONIERT ABAGOVOMAB?
Abagovomab stimuliert das Immunsystem der Patientin, damit dieses die Ovarialkarzinomzellen als Fremdkörper erkennt und abtötet.

FFÜR WELCHE KRANKHEIT WIRD ABAGOVOMAB ERFORSCHT?
Abagovomab wird für die Behandlung von Eierstockkrebs erforscht, genauer gesagt für die Verhinderung eines erneuten Wachstums des Tumors, welches bedauerlicherweise bei dieser Art von Tumor sehr häufig und extrem aggressiv auftritt.

WELCHE THERAPEUTISCHE REAKTION WIRD MIT ABAGOVOMAB ERREICHT?
Die bis jetzt erhaltenen Daten sind zwar noch nicht endgültig, deuten aber an, dass Abagovomab dem Immunsystem der Patientin hilft, das erneute Wachstum des Tumors zu bekämpfen. Diese Hypothese wird im Rahmen der MIMOSA-Studie eingehend untersucht.

WELCHE PATIENTINNEN KÖNNEN ABAGOVOMAB ANWENDEN?
Bei den Patientinnen der MIMOSA-Studie wurde zuvor ein Eierstockkrebs im fortgeschrittenen Stadium diagnostiziert, und sie sind bei der Aufnahme in die Studie nach einem radikalen chirurgischen Eingriff und Chemotherapie anscheinend krankheitsfrei. Der Zweck der Verabreichung von Abagovomab ist es, die Patientinnen krankheitsfrei zu halten, indem das erneute Wachstum des Tumors verhindert und so die Überlebensdauer verlängert wird.

WIE WIRD DIESER IMPFSTOFF VERABREICHT?
Ähnlich wie viele andere Impfstoffe wird der Impfstoff mit einer kleinen Kanüle unter die Haut gespritzt (subkutane Injektion). Diese Applikationsform ist normalerweise völlig schmerzlos. Die Impfung muss zunächst alle zwei Wochen und dann monatlich verabreicht werden, um die Immunreaktion gegen die Tumorzellen zu induzieren und aufrechtzuerhalten.

WELCHE VORTEILE BIETET ABAGOVOMAB GEGENÜBER HERKÖMMLICHEN BEHANDLUNGEN?
Tatsache ist, dass es KEINE Behandlungen zur Vorbeugung eines erneuten Wachstums von Eierstocktumoren gibt, und dass Abagovomab daher für diese Patientinnen eine absolute Neuheit darstellen würde. Da Abagovomab jedoch ein Impfstoff und kein klassisches Antitumorarzneimittel ist, löst es keine der für die üblichen Chemotherapeutika typischen Nebenwirkungen aus (z.B. Übelkeit, Fieber, Haarausfall usw.), sondern höchstens einige leichte örtliche Reaktionen, wie sie für alle Impfungen typisch sind.

MUSS DER IMPFSTOFF LEBENSLANG ANGEWENDET WERDEN?
Wir wissen noch nicht, wie lange Abagovomab angewendet werden muss. Es ist vorgesehen, den Impfstoff während der MIMOSA-Studie über 2-4 Jahre hinweg kontinuierlich zu verabreichen, da wir wissen, dass wir so eine angemessene Antikörperreaktion gegen das erneute Wachstum des Tumors aufrechterhalten. Die Patientinnen werden jedoch nach Beendigung der Behandlung noch viel länger überwacht (bis zu 5 Jahre), um den Langzeitnutzen auch nach Abbruch der Therapie zu überprüfen.

SIND BESONDERE UNTERSUCHUNGEN NÖTIG, UM DIE WIRKSAMKEIT DER BEHANDLUNG MIT ABAGOVOMAB ZU ÜBERPRÜFEN?
Nein, die Patientinnen der MIMOSA-Studie werden zwar sehr sorgfältig und häufig überwacht, jedoch mit den üblicherweise für die Nachsorge angewendeten klinischen und radiologischen Untersuchungen und ohne Notwendigkeit für irgendwelche besonders invasiven Untersuchungen, die den Patientinnen Beschwerden verursachen könnten.